Sudoku sehr schwer – die 4 kostenlosen Rätsel von heute

Sehr schwerRätsel 13/2000:00:00
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Für sichere Löserinnen und Löser. Rechnen Sie mit Stellungen, in denen nur X-Wing- und Y-Wing-Muster weiterhelfen – und mit der Genugtuung, wenn sie fallen.

Die wichtigsten Tipps für „Sehr schwer“

  • X-Wing: Suchen Sie eine Ziffer, deren Kandidaten die vier Ecken eines Rechtecks bilden.
  • Beginnen Sie Ketten bei Feldern mit höchstens drei Kandidaten und verfolgen Sie die Folgen.
  • Die Anleitung erklärt alle fortgeschrittenen Techniken Schritt für Schritt.

Das ganze Gitter als ein einziges Bild lesen

Auf dieser Stufe wechselt die Landschaft. Bis zur Mittelstufe genügte lokale Beobachtung – diese Zeile, dieser Block. Ab hier lautet die Frage, ob Sie Muster in der Kandidatenverteilung über weit auseinanderliegende Zeilen und Spalten lesen können. Statt eines Feldes betrachten Sie das Netz aus Kandidaten über das ganze Brett und nehmen es als ein Bild wahr. Das klingt abschreckend, doch der Katalog der Muster ist erstaunlich kurz, und drei davon erledigen die meiste Arbeit.

X-Wing – die vier Ecken eines Rechtecks

Bleiben für eine Ziffer in zwei Zeilen jeweils genau zwei mögliche Felder übrig, und liegen diese Felder in denselben zwei Spalten, dann bilden sie ein Rechteck. Welche Diagonale auch stimmt: In den übrigen Feldern dieser beiden Spalten kann die Ziffer nicht stehen – Sie fegen den Kandidaten in einem Zug aus beiden Spalten. Viele beschreiben den ersten selbst gefundenen X-Wing als den Moment, in dem sich ihr Blick auf Sudoku verändert hat.

Y-Wing – eine Kette aus drei Feldern

Drei Felder mit je zwei Kandidaten, verkettet als „AB“, „BC“ und „AC“. Welchen Wert der Drehpunkt auch annimmt, es lässt sich beweisen, dass C in keinem Feld stehen kann, das beide Flügel sehen. Besonders stark im Mittel- und Endspiel, wenn es von Zwei-Kandidaten-Feldern wimmelt. Wo der X-Wing die Geometrie einer Ziffer betrachtet, betrachtet der Y-Wing die Beziehungen zwischen Feldern – zwei völlig verschiedene Sichten auf dasselbe Brett. Wer beide hat, verdoppelt seine Auswege.

Schwertfisch – der X-Wing über drei Zeilen

Die Erweiterung des X-Wing auf drei Zeilen und drei Spalten. Schwerer zu entdecken, in der Logik identisch – und er löst Stellungen auf, an die sonst nichts herankommt.

Muster nicht suchen, sondern auftauchen lassen

Nach jeder Technikbeschreibung denken alle dasselbe: „Die Form habe ich verstanden, aber auf dem echten Brett finde ich sie nicht.“ Das ist eine Frage der Blickführung. Wer das ganze Gitter vage betrachtet, sieht nichts. Der Trick: Legen Sie sich auf eine Ziffer fest und verfolgen Sie nur deren Kandidaten. Beschließen Sie „die nächsten zwei Minuten denke ich ausschließlich an Dreien“ und markieren Sie gedanklich jedes Feld, in dem eine 3 noch möglich ist. Das 9×9-Brett schrumpft zu einer dünnen Konstellation aus Dreien, und Rechtecke mit zwei Feldern je Zeile steigen von selbst daraus auf. Alle Ziffern von 1 bis 9 als neun einfarbige Bretter durchzugehen, dauert eingeübt zwei bis drei Minuten und ist die Standardantwort, wenn ein sehr schweres Gitter stockt. Nichts zu finden ist kein Verlust: Der Durchgang hinterlässt eine viel schärfere Karte im Kopf, und die zweite Runde liest sich deutlich schneller.

Warum starke Löser nicht raten

Man könnte jederzeit eine Ziffer aufs Geratewohl setzen und bei Widerspruch zurücknehmen. Das funktioniert – man kommt irgendwann an. Die meisten starken Löserinnen und Löser lehnen es trotzdem ab, aus einem einfachen Grund: Aus einem erratenen Rätsel lernt man nichts. Jede fortgeschrittene Technik ist nur eine Schlussfolgerung, die als Versuch und Irrtum zehn Schritte kostet, verdichtet zu einem einzigen Akt der Mustererkennung. Wenn es klemmt, gehen Sie mit der Überzeugung ans Brett zurück, dass es dort eine Logik gibt, die Sie noch nicht gefunden haben. Wer das durchhält, sieht die Muster irgendwann von selbst aufsteigen. Alle Rätsel dieser Stufe sind garantiert rein logisch lösbar – Sie dürfen das Raten also getrost weglegen.

Ein Trainingsplan

Eine Technik zu kennen heißt nicht, sie zu sehen. Am wirksamsten ist Menge auf gleicher Stufe in kurzer Zeit: die vier täglichen Rätsel dieser Stufe spielen und sich danach im Archiv Datum für Datum rückwärts arbeiten. Mustererkennung schärft sich unter solcher Wiederholung sehr schnell. Es lohnt sich außerdem, bewusst ein Gitter auszudrucken und mit Bleistift zu lösen: Ohne Notizfunktion müssen Sie Kandidaten im Kopf halten, was genau den weiten Blick trainiert, von dem die fortgeschrittenen Muster leben. Nach einer Woche Papier wirkt der Bildschirm eine Ebene tiefer. Sobald die drei Muster Waffen sind und keine Trivia, wartet Sudoku extrem, wo sie kombiniert werden müssen.

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